Lymphdrainage – warum sie wichtig ist

Die Lymphdrainage ist eine spezielle Behandlung aus der Physiotherapie. Sie hilft dem Körper, überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe abzutransportieren. Dabei arbeitet der Physiotherapeut mit sanften, rhythmischen Griffen entlang der Lymphbahnen.

Viele Patienten in der Physiotherapie in Halver und Breckerfeld erhalten Lymphdrainage bei Schwellungen, Schmerzen oder chronischen Erkrankungen des Lymphsystems. Besonders häufig wird sie bei Lipödem und Lymphödem eingesetzt.

Was ist ein Lymphödem?

Ein Lymphödem entsteht, wenn das Lymphsystem nicht mehr richtig arbeitet. Dadurch staut sich Lymphflüssigkeit im Gewebe und es kommt zu sichtbaren Schwellungen, meist an Armen oder Beinen.

Typische Ursachen sind:

  • Operationen (z. B. nach Krebsbehandlungen)

  • Entfernung von Lymphknoten

  • Verletzungen oder Entzündungen

  • angeborene Schwächen des Lymphsystems

Betroffene bemerken häufig Spannungsgefühle, schwere Beine oder feste Schwellungen. Hier kann manuelle Lymphdrainage in der Physiotherapie helfen, die Flüssigkeit wieder besser abzutransportieren.


Was ist ein Lipödem?

Das Lipödem ist eine chronische Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Dabei lagert sich krankhaft vermehrtes Fettgewebe vor allem an Beinen, Hüften und manchmal Armen ab.

Typische Merkmale sind:

  • Druck- und Berührungsschmerzen

  • schnelle Bildung von blauen Flecken

  • symmetrische Fettverteilung an beiden Beinen oder Armen

  • Füße und Hände sind meist nicht betroffen

Das Lipödem ist keine reine Schwellung, sondern eine Veränderung des Fettgewebes.


Unterschied zwischen Lipödem und Lymphödem

Der wichtigste Unterschied liegt in der Ursache der Schwellung:

  • Lymphödem: Flüssigkeit staut sich im Gewebe, weil das Lymphsystem gestört ist.

  • Lipödem: krankhafte Vermehrung von Fettgewebe, häufig mit zusätzlichen Wassereinlagerungen.

Beim Lymphödem stehen Schwellungen durch Lymphflüssigkeit im Vordergrund. Beim Lipödem sind Schmerzen und Fettgewebeveränderungen typisch.


Wie hilft Lymphdrainage bei beiden Erkrankungen?

Die manuelle Lymphdrainage in der Physiotherapie kann bei beiden Erkrankungen helfen:

Beim Lymphödem:

  • Abtransport von gestauter Lymphflüssigkeit

  • Reduktion von Schwellungen

  • Verbesserung der Beweglichkeit

  • Entlastung von Gewebe und Haut

Beim Lipödem:

  • Verringerung von Spannungsgefühlen

  • Unterstützung beim Abtransport von zusätzlicher Flüssigkeit

  • Linderung von Schmerzen

  • Verbesserung des Wohlbefindens


Unterschied der Behandlung

Auch wenn die Behandlung ähnlich aussieht, gibt es Unterschiede:

  • Beim Lymphödem steht der Abtransport der Lymphflüssigkeit im Mittelpunkt. Häufig wird zusätzlich mit Kompressionsbandagen oder Kompressionsstrümpfen gearbeitet.

  • Beim Lipödem dient die Lymphdrainage vor allem dazu, Beschwerden zu lindern und Flüssigkeitseinlagerungen zu reduzieren, da das Fettgewebe selbst nicht durch die Therapie verschwindet.